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Grand Mals

Djego hatte von August 2018 bis März 2019 sechs sogenannte Grand Mal (generalisierte Anfälle), die bisher nie länger als 2 -2,5 Minuten gedauert haben und er dabei sogar teilweise ansprechbar war. Bei allen Anfällen war erkennbar, dass er nach 1,5 - 2 min wieder aus demselbigen herauskommen würde, so dass bisher immer auf eine Gabe von Diazepam rektal verzichtet werden konnte.

 

Ich habe über diese Grand Mal Buch geführt und habe dabei Folgendes festgestellt:

 

  • 2 Grand Mals an Neumond, der Luftdruck war an diesen Tagen fallend
  • 2 Grand Mals an Tagen um Neumond (einer davon 3 Tage vor NM, einer 2 Tage nach NM, Luftdruck beide Male jeweils fallend, bzw. stark fallend)
  • 2 Grand Mals an Tagen um Vollmond (einer 5 Tage vor VM, einer 6 Tage vor VM, einmal Luftdruck leicht fallend, einmal steigend)

 

Das Ergebnis sieht also so aus, dass insgesamt 4 Grand Mals an Neumond, bzw. kurz davor oder danach aufgetreten sind, alle 4 bei fallendem Luftdruck. Zwei Grand Mals waren kurz vor Vollmond, davon einer bei fallendem, einer bei steigendem Luftdruck.

 

Es zeichnet sich ab, dass bei Djego eine gewisse Abhängigkeit der Grand Mals von der Mondphase vorherrscht. So ist er offensichtlich immer in den Phasen Vollmond, bzw. noch stärker bei Neumond und da bei fallendem Luftdruck, also Wetterverschlechterung betroffen.

Beim letzten Grand Mal am 06.03.2019 konnte ich zudem den gesamten Tag über und hier insbesondere am späten Nachmittag feststellen, dass er irgendwie unkonzentriert und manchmal etwas desorientiert wirkte. Mein Gedanke an dem Tag war schon: ich glaube, da ist was im Busch!

 

Auch heute (20.03.2019), wo in der kommenden Nacht Vollmond sein wird, zwar bei steigendem Luftdruck (morgens: 1020 hPa - mittags 1026 hPa) kämpft er ganz offensichtlich mit stärkeren Myoklonien, allerdings nur im Schlaf. Beobachtet hatte ich das schon gestern Abend auf der Couch.
Ich denke, dass ich ihm heute Abend einen sogenannten Cluster Buster* mit Levetiracetam verabreiche, um ggf. einen Grand Mal zu verhindern. Dies erfolgt in Absprache mit dem behandelnden TA Dr. Dr. Berk.

 

* bei einem "Cluster Buster" werden sofort 3 Tabl verabreicht und dann dreimal im jeweiligen Abstand von je  8 Stunden jeweils 1 Tabl, danach weitere drei Male im gleichen Abstand noch eine 1/2 Tablette. 

 

Da ich wohl bisher der Einzige bin, der diese Aufzeichnungen in dieser Form macht, wäre es schön, wenn sich mehr Betroffene beteiligen würden und ihre Aufzeichnungen an Dr. Dr. Berk zur Auswertung schicken würden. Vielleicht läßt sich ja wirklich eine generelle Abhängigkeit vom Wetter und Stand des Mondes feststellen. Bisher wurde das wohl noch nicht voll verwertbar untersucht.

Bei Fragen zu den Aufzeichnungen, wie ich diese verfasse etc., darf gerne mit mir Kontakt aufgenommen werden.

 

 

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