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Myoklonien - Kopfsache?

Sind Myoklonien teilweise eine reine Kopfsache?
Diese Frage beschäftigt mich zunehmend. Ich habe bei Djego beobachtet, dass er viel mehr Myoklonien hat, wenn er sich offensichlich selbst unter Streß setzt.

Beispiel: heute morgen waren wir die zweite Runde Gassi. Bei der ersten Runde hatte er sich, warum auch immer, noch nicht gelöst, obwohl er hätte müssen. Nun hat er sich ganz offensichtlich bei der zweiten Runde selbst derart unter Druck gesetzt, sich zu lösen, dass er ständig eine Myoklonie nach der anderen hatte. Logischerweise hat es ihm dadurch ständig den Schließmuskel zusammengezogen, so dass er nicht konnte. Als er es endlich geschafft hatte, sich zu lösen, war er spürbar entspannter und den Rest der Strecke lief er fast ohne Myoklonien. Dieses Verhalten ist mir jetzt schon öfter aufgefallen. Man muß dazu sagen, dass Djego ein absoluter "Kopf-Hund" ist und er immer erst überlegt was er wie macht, nur damit er es dann jedem Recht macht. 

Auf dem Video sieht man Djego nach dem Lösen, total entspannt.

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Kommentare: 6
  • #1

    Lotta (Montag, 16 Juli 2018 12:02)

    Lotta ist kein Kopf-Hund, sondern ein Alpha Weib. Und sicher kein wehleidiges Hündchen. Vor Ausbruch der Krankheit war Stress ein Fremdwort für sie. Jetzt aber spielt Stress eine grosse Rolle. Sobald sie gestresst ist, geht's ihr nicht gut. Sie stresst sich viel leichter, egal ob beim Autofahren, mit anderen Hunden, vor allem beim TA. Stress ist eindeutig nicht gut bei Lafora, das haben wir gelernt.

  • #2

    Talheimer Beagle (Montag, 16 Juli 2018 21:46)

    Dass Stress nicht gut ist bei Lafora ist schon klar. Bei Djego kommt aber der Stress eher von ihm selbst, als durch äußere Einflüsse, also eher „hausgemacht“. Und da hab ich leider keinen Einfluss drauf, außer ständig beruhigend auf ihn einreden.

  • #3

    Antje Weiss (Dienstag, 17 Juli 2018 12:39)

    Bei Elliot ist es, glaube ich, auch nicht so, dass er sich selbst unter Stress setzt, er war auch vor seiner Erkrankung nie sehr „verkopft“.
    Dass er aber auf äußeren Stress viel stärker reagiert als zuvor, ist sehr auffällig. Oft tritt dann eine Häufung von Myoklonien auch noch in größerem zeitlichen Abstand, zum Beispiel einen Tag später, auf.

  • #4

    Vermuetli nica (Dienstag, 17 Juli 2018 14:26)

    Ja ist bei Nayeli leider auch so...

  • #5

    Sabine (Mittwoch, 18 Juli 2018 21:22)

    Brownie ist auch schon immer ein Kopfhund, der sich selbst Stress macht. Autofahren z.b. war vorm Ausbruch von Lafora bereits nervtötend für uns, seit dem Ausbruch ists aber noch schlimmer. Er steigert sich regelrecht hinein. Ebenso in vielen anderen täglichen Situationen.
    Stresst er sich, sind die Myos weitaus offensichtlicher. (wobei diese sich aktuell gsd nur durch ein bis zweimaliges Kopfzucken zeigt sowie vermehrtes Blinzeln und teilweise verwirrtheit)

  • #6

    Talheimer Beagle (Mittwoch, 18 Juli 2018 21:32)

    Djego ist auch noch nie gerne Auto gefahren. Lafora hat das natürlich nicht positiv beeinflußt.
    Bei Djego bewirken die Myos, dass er sich regelrecht auf den Hintern setzt, deshalb jetzt auch die Beschwerden am li Hinterlauf (Sprunggelenk). Sie Blog vom 18.07.2018. Verwirrt ist er noch kein bißchen, trotzdem er die Symptome jetzt schon ein Jahr hat. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich der Verlauf bei jedem Hund sein kann.